Infektionen durch Zeckenbisse

Die Infektionen durch Zeckenbisse nehmen Jahr für Jahr zu. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass ca. 50 % aller Zecken in Mitteleuropa mittlerweile infiziert sind.

 

Zum einen empfehlen wir, Tiere regelmäßig auf Zeckenbisse hin zu untersuchen. Zum anderen sollte vor dem Import von Tieren eine Untersuchung durch einen Tierarzt im Ausland erfolgen. Wenn Ihr Tier gesund ist, erhalten Sie ein Gesundheitszeugnis, das die Unbedenklichkeit für den Import bescheinigt.

Borreliose

Die Borreliose, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht und durch den Holzbock übertragen wird, stellt insofern ein Problem dar, da sie häufig nicht erkannt wird. Neben allgemeinen unspezifischen Symptomen, wie gestörtes Allgemeinbefinden, Anorexie und Fieber, werden besonders Gelenksentzündungen und wechselnde Lahmheiten beobachtet.

 

Der Krankheitsverlauf entwickelt sich oft erst nach Monaten, so dass der Zusammenhang zwischen dem Zeckenbiss und den Symptomen leicht übersehen wird. Frühzeitig diagnostiziert lässt sich die Borreliose mit Antibiotika gut bekämpfen.

 

Eine Impfung für den Hund ist inzwischen auf dem Markt.

Babesiose ("Hunde-Malaria")

Vermehrung der Parasiten in roten Blutkörperchen.
Typische Symptome sind hohes Fieber, brauner bzw.blutiger Urin und Blässe oder Gelbfärbung der Schleimhäute 5 bis 8 Tage nach der Infektion.

 

Überträger: Zecken (Dermacentor, Rhipicephalus)

 

Vorkommen: Mittel-und Osteuropa, Mittelmeerländer und Portugal. In Frankreich zählt man rund 400.000 Neuinfektionen jährlich.

Leishmaniose

Schwere Infektionskrankheit mit unterschiedlichen Symptomen; besonders auffällig sind die typischen Hautveränderungen an Ohren, Nase und Pfoten; innere Organe können geschädigt werden.

 

Überträger: winzige Sandmücken, die sogar durch die Maschen von Moskitonetzen schlüpfen können.

 

Vorkommen: in allen Mittelmeerländern und Portugal.

Anaplasmose

Die Hunde-Anaplasmose wird wie die Borreliose durch die Zecke Ixodes ricinus (Holzbock)  auf den Hund übertragen. Die Erreger dieser Krankheit sind Bakterien, die die weißen Blutkörperchen des Hundes zerstören.

 

Die Symptome der Anaplasmose sind unter anderem Fieber, Gewichtsverlust, Schlappheit, Blutarmut, Gelenkentzündungen und Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems.

 

Vorkommen: ganz Europa, besonders die Nordhälfte.